Katholischer Deutscher Frauenbund
Zweigverein Merching
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Kräuterwanderung

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Mit der Rehlinger Kräuterpädagogin Ursula Higl machten sich knapp 20 Frauen auf den Weg. Ein paar Meter gelaufen, schon war der erste Stopp bei einer alten Hofstelle. Unscheinbar und von uns nicht beachtet, wachsen dort Pflanzen, die wir höchstens als „Unkraut“ bezeichnen würden.

Tatsächlich sind es Wildkräuter, die auch zum Verzehr geeignet sind. Angefangen mit dem Gänseblümchen erfuhren wir auch mehr über Löwenzahn, Gundermann, Spitzwegerich, Breitwegerich oder den Hirteltäschel. Unterhaltsam wurden uns von der „Kräuterursel“ die Verwendungsmöglichkeiten aufgezeigt. Ob als Salat, als Suppeneinlage, Tee, angesetzt als Tinktur oder auch als Likör, die von uns so wenig beachteten Pflanzen sind äußerst vielseitig verwendbar.

Dann ging es weiter auf eine Wiese mit Obstbäumen auf der wir in kurzer Zeit einige Pflanzen fanden, die unseren Speiseplan im Frühjahr mit vielen Vitaminen bereichern könnten, wie z.B. das Wiesenschaumkraut, die Brennessel, das Labkraut und auch der Girsch. Weiter ging es zum Holunderbusch, dem man magische Kräfte nachsagt und der zu den vielfältigsten Heilpflanzen überhaupt gehört. Schon eine alte Bauernregel sagt: „Vor dem Holunder soll man sich verbeugen“.

Nach knapp zwei Stunden ging es unter lebhaften Gesprächen über das soeben Erfahrene, zurück zum Ausgangspunkt. Jeder der wollte konnte noch ein zartes Lindenblatt probieren und viele waren über den feinen Geschmack mehr als erstaunt. Zum Schluss kosteten wir noch von den selbst gemachten Kräuterbonbons  und den grünen Schnecken (Blätterteig mit Wildkräuterpaste), die uns unsere „Kräuterhexe“ mitgebracht hatte.

Fröhlich ging ein interessanter Nachmittag zu Ende und man war sich einig: Mit Wildkräutern sollte man sich viel öfter befassen.

29.04.2017
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