Jubiläum- 50 Jahre Frauenbund Merching

50 Jahre Merchinger Frauenbund
Die Merchinger Frauenbundfrauen feierten mit dem Chor Alondra und zahlreichen Gästen ein rundum gelungenes Jubiläumsfest. Vor 50 Jahren hatte sich eine Gruppe Merchinger Frauen gefunden und am 17.01.1974 den Katholischen Frauenbund – Zweigverein Merching gegründet.
Im Dankesgottesdienst mit Pfarrer Xavier, den Lioba Kramer und Andreas Heim gefühlvoll umrahmten, gab es nun einen berührenden und sehr lebensfrohen Rückblick des Vorstandsteams auf die vergangene Zeit des Weges, den sie gemeinsam gegangen waren. Fehlen durfte dabei nicht eine liebevolle Erinnerung an die verstorbenen Mitglieder – aber auch nicht ein hoffnungsfroher Blick in
die Zukunft.
Gekommen waren neben vielen Merchinger Gästen aus Politik und Pfarreiengemeinschaft auch zahlreiche befreundete Vertreterinnen der umliegenden Zweigvereine des Frauenbundes. Im Anschluss an den Gottesdienst konnte Gerti Wiedemann vom Vorstandsteam gut 100 Gäste und Mitglieder im bis auf den letzten Platz besetzten Pfarrsaal begrüßen. Sehr authentisch gab sie ihre große Begeisterung für die Gemeinschaft im Frauenbund wieder und hob die wunderbar menschliche
Gemeinschaft in der Merchinger Gruppe hervor: Die Frauen im Alter von 30 bis 90 Jahren seien Powerfrauen, die mit ihrem unaufgeregten, leisen und sozialen Engagement so viel bewegten. Neben der starken Gemeinschaft schätzt sie auch die Spiritualität, die gemeinsam gelebt werde. Begeisternd findet sie auch immer wieder die Kreativität der Gruppe, deren Ideen nie ausgehen – wie zuletzt der neu angebotene Schafkopfkurs, der von Mitglied Kerstin Mayer angedacht und mit einer
überwältigenden Resonanz angenommen wurde. Ein sichtbares Zeichen der gemeinsamen Tatkraft war auch an diesem Abend deutlich: Am opulenten Buffet, für das Bäcker Hubert Brennessel die vier Initialen KDFB in riesige Brezenbuchstaben geformt hatte, fanden sich zahlreiche Köstlichkeiten, zu dem viele fleißige Mitglieder beigetragen hatten.
Auch die Merchinger Redner waren voll des Lobes für den Frauenbund: Pfarrer Xavier bestätigte, dass der Spruch „Ein Pfarrer ohne Frauenbund ist ein armer Hund“, auch für ihn gelte und auch Bürgermeister Helmut Luichtl dankte für das soziale Wirken in der Gemeinde und die vielen konstruktiven Vorschläge des Frauenbundes. Eine große Ehre war für den Frauenbund der Besuch von Silvia Lutz, stellvertretende Diözesanleiterin in Augsburg, die kurzweilig und mit Witz sehr persönliche Worte für die Merchinger Damen fand und auch thematisierte, wie sehr sich das Frauenbild in den letzten 50er Jahren gewandelt hat. Ein herzliches „Weiter so!“ gab es zum Jubiläum auch von der Bezirksleitung. Besonders schön war es, dass Gerti Wiedemann drei Gründungsmitglieder zu dem Fest begrüßen konnte: Hilde Berschneider, Hannelore Bida und Isolde Mayr. Hilde Dosch, Sophie Bader, Anneliese Mayer und Helga Müller die leider nicht persönlich teilnehmen konnten bekamen einen Blumengruß vom Vorstandsteam.
Doch dann war es Zeit für „50 Jahre sind kein Pappenstiel“; für Interessantes, Verwegenes, Lustiges und Ernstes – der Jubiläumsshow mit dem Chor Alondra unter Leitung von Karin Wolferstetter. Zu jedem Jahrzehnt gab es eine kleine musikalische Einlage – und schon gleich zu Beginn gelang dem Chor für die 70er Jahre ein Volltreffer, mit „I have a dream…“ , den die Männer des Chors mit schauspielerischem Einsatz eindrucksvoll unterstrichen: Denn das Männer in den 1970er Jahren
großen Einsatz für den Haushalt und die Kinder zeigten, war noch nicht so selbstverständlich. Ergänzt wurde das gelungene Bühnenprogramm von Alondra mit drei kleinen geschichtlichen Rückblicken für das jeweilige Jahrzehnt: Politisch- zeitgeschichtlich, Ereignisse im Dachverband der Frauenbundes und zuletzt, was die Damen im Katholischen Frauenbund Merching bewegte. Immer wurde auch an
die Gäste und Mitglieder die Einladung weitergegeben, sich an den jeweiligen Zeitabschnitt zu erinnern. Viele Lacher gab es natürlich für das abwechslungsreiche und fröhliche Programm von Alondra, aber besonders auch für die ganz speziellen Erlebnisse der Merchinger Damen: Wie stark sie zusammenhalten, wurde in den 70er Jahren deutlich, als ein Mitglied den Kapitän eines Ammerseedampfers überzeugte, dass er erst ablegen konnte, bis wirklich alle Mitglieder an Bord waren. Beeindruckend die große Erweiterung ihres Programms in den 80er Jahren etwa durch den Weltgebetstag oder viele weitere Angebote für Senioren und Mitglieder. Für Lacher sorgte der absolute Wunschprogrammpunkt der 90er Jahre, ein Informationsabend zum Thema „Mikrowelle“, für Freude die Erinnerung an die Gründung der ersten „Jungen Frauengruppe“, die auch die Mutter-Kind-Gruppen ins Leben riefen. Deutlich wurde, spätestens in den 2000er Jahren wie viel Gutes die Gruppe auch mit dem Erlös der Tombola am Pfarrfest oder durch die Basare erzielt werden konnte.
In den 2010er Jahren übernahmen die Damen den beliebten Pizzaabend von Pfarrer Graf. Ein aufregendes Erlebnis war in der jüngeren Vergangenheit ein Feuerwehreinsatz während eines Kochkurses für ein Krimidinner: Hier hatte scharf angebratenes einen Fehlalarm ausgelöst. Während die Feuerwehrmänner die Damen tadelten, sich nicht in Sicherheit gebracht zu haben, blieben diese ganz cool: „Wir wussten ja, dass nichts brennt.“, konstatierte Martina Oberhuber lachend.
Den Mitgliedern des Frauenbundes in Merching macht dieses rundum gelungene Jubiläum hoffentlich weiterhin ganz viel Mut, Freude und Tatkraft - mindestens für die nächsten 50 Jahre.