Katholischer Deutscher Frauenbund
Zweigverein Merching
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Maiandacht in Eresried - St. Georg

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Maria und Flagge der Europäischen Union
Was haben die zwölf Sterne auf der Europäischen Flagge mit der Gottesmutter Maria zu tun? Diese Frage stellte sich den Mitgliedern des Frauenbunds Merching und anderen BesucherInnen, die sich am 23.5.24 in der Eresrieder Kirche St. Georg eingefunden hatten.

Die Andacht stand nämlich unter dem Thema „Maria, die sternenumkränzte“.
Schnell wurde die Frage beantwortet:
Die Europaflagge besteht aus 12 kreisförmig angeordneten goldenen Sternen auf blauem Grund. Die Anzahl 12 hat nichts mit der Anzahl der Mitgliedsstaaten zu tun, wie man auf den ersten Blick annehmen könnte. Am 5. Mai 1949 wurde in London der Europarat gegründet und Paul Levi wurde Leiter der Kulturabteilung. Dieser Levi, ein Belgier jüdischer Abstammung, hatte im Zweiten Weltkrieg angesichts der Judenverfolgung das Gelübde abgelegt: Wenn er den Krieg und die Nazis lebend überstehen würde, wolle er zum katholischen Glauben übertreten. Er überlebte, wurde katholisch und bekam dadurch auch zu Maria, der Mutter Jesu, ein intensiveres Verhältnis.
1955 diskutierten nun die Vertreter des Europarats über eine gemeinsame Flagge. Aber sämtliche Entwürfe, die mit einem Kreuz die christlichen Wurzeln Europas anzeigten, wurde von den Sozialisten und Kommunisten als zu ideologisch und zu christlich verworfen.
Eines Tages kam Levi bei einem Spaziergang an einer Grotte mit der Statue der
Muttergottes vorbei. Durch die Sonne beschienen, leuchteten die zwölf Sterne
wunderschön gegen den strahlend blauen Himmel. Da schoss ihm eine Idee durch den
Kopf! Er ging sofort zu Graf Benvenute, dem damaligen Sekretär des Europarates, und schlug ihm vor, zwölf Sterne auf blauem Grund als Motiv für die Europafahne anzuregen.
Der Graf war begeistert. Wenig später wurde der Vorschlag allgemein akzeptiert.
Hätten Sie gedacht, dass der goldene Sternenkranz Mariens die Europafahne für alle
Staaten der Europäischen Union ziert?
Unterstützt wurde Gerti Wiedemann beim Lesen von Kathrin Grabmann aus Merching und Martha Brunnenmeier aus Unterbergen. Musikalisch wunderbar umrahmt wurde die Maiandacht vom Landfrauenchor Fürstenfeldbruck unter der Leitung von Gertraud Schöttl.
Mit wunderschönen Marienliedern – extra für die Maiandacht in Eresried eingeübt –
verwöhnten die Sängerinnen die Besucher der Maiandacht in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche. Beim Volksgesang unterstützte Sigrid Schuster an der Orgel in gewohnt souveräner Weise.
Nach der Maiandacht gab es noch ein gemütliches Beisammensein beim „Leimis“ in
Eresried, der extra am Ruhetag sein Lokal für die Frauenbundfrauen und die Sängerinnen des Landfrauenchors öffnete.

Autor: Birgitt Zaiser
23.05.2024
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