Vom Mosaik meines Lebens
In ihren einführenden Worten erläutert die Referentin, Frau Gabriele Schlüter, dass Scherben als Symbol für Gebrochenes stehen, auch in unserem Leben. Zerbrochene Freundschaften, zerplatzte Träume oder Vorstellungen kennen wir alle. Manchmal geht etwas zu Bruch und wir verletzen uns dabei. So wie wir in unserem Leben Brüche und Verletzungen verarbeiten und sie uns oft verändern und weiterbringen, ging es an diesem Abend darum, Scherben eine neue Form zu geben, ein buntes, lebendiges Ganzes zu gestalten. Bevor jede ruhig und für sich eine eigene Mosaikplatte beklebte, lud uns Frau Schlüter zu einer Gemeinschaftsarbeit ein. Sie hatte eine Holzstele vorbereitet und mit Kleber bestrichen. Jede von uns hatte eine Scherbe gewählt, plazierte sie auf dem Holz und teilte dabei mit, was sie persönlich mit der Gruppe und dem Frauenbund Merching verbindet. Jede Scherbe fand ihren Platz, so wie jede Frau mit ihrer Persönlichkeit im Frauenbund willkommen und eingeladen ist. Während wir anschließend unser eigenes Mosaik gestalteten, verfugte Frau Schüter unser gemeinsames Mosaik. Entstanden ist ein wunderschöner Kerzenständer, der im Pfarrsaal bewundert werden kann. Den Abschluss des Abends bildete eine ruhige Besinnung und gemeinsame Betrachtung aller Glanzstücke. Jedes Mosaik wurde von einer Kerze beleuchtet und schimmerte in allen Farben des Lebens. Frau Schlüter gelang eine angenehme Balance zwischen Lebendigkeit und Besinnung, wir trugen unsere Werke zufrieden und berührt nach Hause.

